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Tag 06 – Auf Schleichwegen
Ein erfolgreicher Behandlungstag liegt hinter uns. In Gedanken sind wir schon auf dem Weg zur zweiten Station. Einen ganzen Tag marschieren wir durch unsicheres Territorium. Es wird heiß und feucht!
Die Medikamente sind komprimiert in Plastiksäcke verpackt. Htoo Htoo Eh organisiert den Transport und verteilt das Gepäck. Es ist früh am Morgen und alle brennen auf den Aufbruch, denn schon bald wird uns wieder die Hitze zu schaffen machen. Alle packen mit an.
Unser Teamleader Salween packt sein Marschgepäck. In Gedanken ist er bereits ein paar Stunden voraus, denn der heutige Marsch wird nicht einfach werden. An einigen Stellen müssen wir sehr nah an burmesischen Stellungen vorbei. Auch ist unser Etappenziel noch unklar. Unterwegs werden wir mit Informationen über Funk versorgt und erfahren wo wir die Nacht verbringen.
Unser Aufbruch wird interessiert beobachtet. In Großvaters Miene spiegelt sich der Wunsch einer guten Reise ebenso wieder, wie die Sorge um seine neuen Freunde. Er hat die Entwicklungen in Karen State seit Anbeginn der Diktatur miterlebt und weiß daher genau um die Ungewissheit unseres Weges.
Im Gänsemarsch durchs Dickicht.
In jeder kurzen Pause ein kleiner Snack. Das Gemüse wandert entlang des Weges ja fast wie von selbst in die Taschen der Ranger.
EXPEDITION Schlangenfang
Auch wenn das Team oft stundenlang in angespannter Konzentration durch Bäche und Dickicht marschiert, ist eine Gehirnzelle immer damit beschäftigt etwas Essbares zu organisieren. Das hätte die Schlange eigentlich wissen müssen!
Erfahrung ist ein entscheidender Faktor beim Schlangenfang. Stolz präsentiert Sado seine Beute.
Angespannt konzentriert.
EXPEDITION Funkkontakt
Black Rabbit versucht Funkkontakt mit seinem Informanten herzustellen, um genaueres über die Lage in unserem Zielgebiet zu erfahren. Wie es aussieht werden unsere Sanitäter bereits sehnsüchtig in einem Dorf erwartet.
EXPEDITION Black Rabbit
Black Rabbit spricht über die Freiheitskämpfer der KNLA (Karen National Liberation Army).
EXPEDITION Ankunft im Nirgendwo
Endlich irgendwo ankommen! Dieser Gedanke geht uns schon die ganzen letzten Stunden durch den Kopf. Völlig erschöpft, nass und dreckig erreichen wir ein Dorf. Wir sind nun 3 Tagesmärsche von der Grenze entfernt. Einen schnellen Weg zurück gibt es nicht.
Die Füße von Black Rabbit freuen sich über frische Luft.
Argwöhnisch werden wir beäugt, denn hier kommen sonst nur unliebsame Gäste vorbei. Die burmesische Armee hat die Dorfbewohner bereits zwei Mal angegriffen und aus Ihren ursprünglichen Dörfern vertrieben. Auch wenn es hier auf den ersten Blick wie in einem normalen Dorf aussehen mag, die Menschen sind Flüchtlinge. Ein Haus aus Bambus ist schnell gebaut, doch wird das Trauma der Vertreibung ebenso darin wohnen wie die Angst vor einer ungewissen Zukunft. Wie blockiert erscheinen mir die Dorfbewohner. Sie zeigen auffallend wenig Emotionen.
…
EXPEDITION Superghost
Eine komische Stimmung liegt über diesem Abend.
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Zum nächsten Tag der Hilfsexpedition (noch verlinken)
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