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Seit dem Militärputsch von 1962 herrscht in Burma ein von der Weltöffentlichkeit kaum beachteter Bürgerkrieg. Unter dem Vorwand der Rebellenbekämpfung betreibt die Militärdiktatur eine Politik der verbrannten Erde gegen die ethnischen Völker des Landes.
Besonders im Osten Burmas, in den Siedlungsgebieten der Karen, Shan und Karenni, werden in groß angelegten Militäroperationen Dörfer niedergebrannt, Frauen vergewaltigt und Zivilisten willkürlich gefoltert und hingerichtet. Die Menschen sind gezwungen sich in Verstecke im Dschungel flüchten, wo sie fernab von Haus und Hof weder ausreichend Nahrung noch Zugang zu medizinischer Versorgung haben. In ständiger Angst entdeckt zu werden und mit meist traumatischen Erinnerungen führen sie ein Leben auf der Flucht im eigenen Land. Über 1 Million Menschen kämpfen heute in Burma auf diese Weise ums nackte Überleben, viele sterben an Krankheiten und Mangelernährung. Ein vergleichsweise geringer Prozentsatz schafft den beschwerlichen Marsch über die Berge nach Thailand.
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Aufgrund der Situation in Burma leben heute schätzungsweise 500.000 illegale Immigranten in Thailand.
Weitere 165.844 Flüchtlinge (Stand November 2006) fristen ihr Dasein in einem der gigantischen Flüchtlingslager entlang der thai-burmesischen Grenze. Als ehemalige Bauern fällt ihnen die Abhängigkeit von Hilfsorganisationen besonders schwer. Zur Untätigkeit verdammt, leben viele Flüchtlinge bereits seit über 20 Jahren in den Lagern und es werden täglich mehr.
Unfähig ihre erdverbundene Kultur mit ins Exil zu nehmen verliert besonders die junge Generation leicht den Zugang zu ihren Wurzeln und findet sich in einem gesellschaftlichen Vakuum wieder. Da Thailand die ‘Genfer Flüchtlingskonvention’ nicht ratifiziert hat, gelten die Flüchtlinge aus Burma als ’staatenlos’ und dürfen die Lager nicht verlassen.
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