Burmariders - Fahrradtour für Menschenrechte



 
Jetzt Helfen
Helfen ohne Grenzen
nonflash
nonflash

Kommentare
Kommentare lesen
Kommentar schreiben
bisherige Etappen
Tag 1 – Morgen geht’s los.
Tag 2 – Wir steigen auf.
Tag 3 – Unter dem Rad.
Tag 4 - Die Ebene von Thaton
Tag 5 – Früchte
Tag 6 – Auf der Suche nach den Menschenfressern
Tag 7 – Pass über die Daen Lao Berge
Tag 8 - Happy Hill
Tag 9 – Huai Nam Dang
Tag 10 – Lisu
Tag 11 - Lahu und Kayan
Tag 12 – Ruhetag
Tag 13 – Auf den Spuren der Geschichte
Tag 14 – Zurück in der Gegenwart
Tag 15 – "Internally Displaced Person"
Tag 16 – Salween Dam
Tag 17 – Helfen ohne Grenzen
Tag 18 – Mae Nam Moei
Tag 19 - Regen
Tag 20 – Das Konzept der Angst
Tag 21 – Die Stadt der Illegalen
Tag 22 – Die Stadt der Hoffnung
Tag 23 – Huai Nam Nag
Tag 24 – Gibbons
Tag 25 – Death Highway
Tag 26 – Umpiem
Tag 27 – Freedom Klinik
Tag 28 – Nu Po
Tag 29 – Das Ende der Welt, wie wir sie kennen.
Tag 5 – Früchte

1
Bild
07:00 Uhr: Im Kloster Wiang Wai erbittet Burmarider Captain Saeng spirituellen Beistand für uns alle

2
Bild
08:00 Uhr: Litschi Plantage #1

3
Bild
08:12 Uhr: DDT

4
Bild
09:17 Uhr: Litschies für zuhause. Du kennst die süssen Teile nur aus Dosen, aber so sehen sie aus – harte Schale, weicher Kern. Anders als beim Krabbenpulen in Marokko, wird nicht die Ware zu den billigen Arbeitskräften verfrachtet, sondern die billigen Arbeitskräfte zur Ware. Ökonomisch und ökologisch allemal nachhaltiger als Krabben nach Marokko zum Pulen zu schicken, oder?

REPORT
Litschie Plantage #2

nonflash

09.34 Uhr: Die Kinder aus dem sicheren Hafen einer von SWAN geförderten Schule lernen in ihrer eigenen Sprache alles über ihre Kultur und Geschichte, dazu lernen sie Thai und Englisch. Kinder von Shan Migranten ausserhalb eines organisierten Netzwerks besuchen die Grundschulen in ihrer Gegend - wenn die Eltern genug Geld haben. Dort wird ausschliesslich in Thai unterrichtet und ihre kulturelle Identität geht mit dem Verlust der eigenen Sprache unter.

5
Bild
10:59 Uhr: Imposant - Im Hintern Steine …

6
Bild
11:00 Uhr: … Im Arsch Klamotten

7
Bild
11:52 Uhr: An der 1200 Meter Marke ist das Ziel schon mal in Sichtweite.

HELM-CAM
Burma Army Camp

nonflash

13.02 Uhr: Ohne Vorwarnung rasselst du in eine Situation, die schwer einzuschätzen ist. Die Beziehungen zwischen den Erzfeinden Thailand und Burma können sich täglich ändern. Das Verhältnis der beiden Staaten ist rein wirtschaftlicher Natur: die Thais kaufen Rohstoffe aus einem Land, das wirtschaftlich am Ende ist und diese Einkünfte verzweifelt braucht, um die Armee zu finanzieren. Die Militärdiktatur hat derzeit etwa 500.000 Soldaten unter Waffen. Sie hat gerade einen nuklearen Testreaktor von der russischen Regierung gekauft.

8
Bild
Um 13:02 Uhr fotografiert uns Burmarider Captain Saeng unterhalb des Burma Army Camps.

9
Bild
Um 13:07 Uhr fotografiert Burmarider Captain Saeng eine Patrouille der burmesischen Armee auf thailändischem Territorium!

10
Bild
Um 14:09 Uhr kommen wir im sicheren Hafen des Palaung Dorfs Nor Lae an.

REPORT
Ban Nor Lae

nonflash

14.35 Uhr: Die Palaung sind für ihre Thukita Cheroots in ganz Südostasien berühmt: Zigarren aus dem Tabak, den sie in den Shan Bergen anpflanzen. Sie sind eng mit der Volksgruppe der Wa verwandt, die in den 70er und 80er Jahren den Grossteil der kämpfenden Truppe der kommunistischen Partei Burmas (CPB) ausmachten. Burmarider Kila Achan ist schon vor 26 Jahren aus Burma geflohen, denn sein Dorf war zwischen die Fronten der CPB und der Militärdiktatur geraten. Auf die Frage, ob er irgenwann mal zurück nach Burma gehen will antwortet er mit Kopfschütteln. Wenn du mehr über die CPB und die Wa lesen möchtest, klicke “Das Goldenen Dreieck, Vol III”

11
Bild
17:00 Uhr: Aus sicherer Entfernung ein Blick auf eine der zahlreichen Immobilien der burmesischen Militärdiktatur entlang der thai-burmesischen Grenze.

12
Bild
18:00 Uhr: Aus sicherer Entfernung ein Blick auf die den Berg Doi Hua Nok (”Vogelkopf”), wo es im November 2001 zu schweren Kämpfen zwischen dem Shan Widerstand und der burmesischen Armee kam.



13 icon
Kommentare
Ko Ko Aung
24. Juni 2007 um 12:18 Uhr

Lieber John Pohl,

Wir sind uns einig- die Junta herrscht brutal und diktatorisch und ohne demokratische Legitimität.

Ich bitte nur um eine differenzierte Einstellung und keine unkritische Übernahme von Bruchstücken von einem Konflikt, von dem die Wenigsten etwas verstehen. Es wäre ziemliche Arroganz, sich aus ein paar Informationsschnipseln ein Bild zu machen und dann meinen entscheiden zu können, was für andere gut wäre. Also politische Stellung gegenüber einem komplett fremden Land zu nehmen- auch wenn das manchmal spannender als finanzielle Hilfe ist, dem Ego guttut und billiger ist.

Die Burmariders helfen den Flüchtlingen mit finanziellen Mitteln, das ist definitiv etwas Gutes!

Du hast natürlich Recht- mit dem Namen Myanmar/Burma ist das schwierig aber wir sind uns auch absolut einig, daß es darauf nicht ankommt!
Die Landesumbenennung ist nicht wirklich erheblich, das war keine brutale, diktatorische Maßnahme, ein Abschneiden der Vergangenheit wie durch die Khmer Rouge. Aber so wird das gerne in den Raum gestellt und das ist so nicht korrekt. Auch das isolierte Darstellen vom “Kauf eines Testreaktors” suggeriert z.B. ganz bestimmte Dinge und ist ziemlich tendenziös und der Sache nicht hilfreich.
Und dazu, Bilbo, gehört auch der Eindruck einer unberechenbaren Fussstreife des Militärs. Dass das Militär für die Flüchtlinge leider eine potentielle Gefahr ist, ist natürlich traurige Wahrheit, aber das war hier nicht der Punkt. Eine Aneinderreihung von bestimmten Suggestionen macht ab einem gewissen Punkt Sachen auch unglaubwürdig und wird dem Schwerpunkt der Aktion, dem traurigen Schicksal der Flüchtlinge aus Myanmar, nicht gerecht. Und das ist der Punkt, an dem wir alle unterstützend eingreifen können, Politik sollen doch andere machen, die sich dazu berufen fühlen.

Bilbo
24. Juni 2007 um 00:23 Uhr

- auch wenn ein anderer Eindruck medial spannender ist, eine Gefahrensituation ohne Grenzübertritt oder Provokation würde gegenüber westlichen Touristen nie vorkommen.

Und was ist mit dem Rest der “Touristen”???
And what happens to the rest of the people, which are not coming from the west???
Was sind sie?
What are they?

24. Juni 2007 um 00:15 Uhr

Lieber Ko Ko Aung,

Ich vermute du stammst aus Burma. Aber dennoch solltest du dich über die Bedeutung der Namen Burma und Myanmar einmal etwas genauer informieren.

So unterschiedlich beide Namen für europäische Ohren auch klingen mögen, sie bedeuten doch genau dasselbe, nämlich: “Die ersten Bewohner der Welt” Die Unterschiedlichkeit in Schreibweise und Klang liegt darin begündet, dass Burmesisch wie auch viele andere asiatischen Sprachen mehrere verschiedenen Stilebenen kennt. “Myanmar” könnte man als literarische oder, wenn man so will, “vornehmere” Version bezeichnen. Der Name geht auf die Geschichte und die Mythologie der burmesischen Könige zurück, die sich als Nachfahren der Familie Buddhas sahen und die ihr Volk “Brahma” nannten - Der Name machte viele Variationen durch im Laufe der Geschichte: Mramma, Bamma, Mien, Burma, Myanmar - aber immer mit der selben Bedeutung, siehe oben. Heute noch nennen die Thais die Burmesen noch “Bamar”.

Es kann also keineswegs die Rede davon sein, dass der eine Name nur die Burmanen bezeichne und der andere alle Ethnien umfasse. Das ist nur Regimepropaganda.

Aber all dies ist nicht einmal der wesentliche Punkt. Wesentlich ist, dass die sogenannte Regierung von Burma weder ein Mandat hat noch auch nur den Hauch einer Legitimität, weder zum Regieren noch zum Umbenennen. Ohne ihre Waffen wäre diese Bande dort wo sie hingehört, hinter Schloss und Riegel.

Es gibt keinen Grund, die häufigen Umbenennungen durch das Regime nachzuvollziehen. Für diese Leute sind Umbenennungen und die Verlegung der Hauptstadt Demonstrationen ihrer Macht und diese sollen sie königsgleich machen.

Wenn sie einmal ihre Freiheit und Selbstbestimmung erreicht haben, werden die Burmesen und die anderen Völker, die 1948 die Union von Burma aus der Taufe gehoben haben, sich einen Namen geben können. Oder sie werden frei entscheiden können, getrennte Wege zu gehen.

Guido
23. Juni 2007 um 21:06 Uhr

Hallo Ko Ko Aung!

Prima, Deine Meinung in Ehren, aber der Grund das Land zu verlassen ist bestimmt “auch” der Boykott, aber wodurch wurde dieser ausgelöst? Sicherlich werden unsere “so called” sauberen Nationen im Sinne “diplomatischer Beziehungen” die Stimmung zurücknehmen (ist garnicht so schlimm), aber letztendlich interessiert sich kein “Schwein” aus diesen Kreisen dafür. Sicherlich, auch ich wurde erst jetzt richtig wach, nur finde ich diese Aktion mal richtig gut und meine nicht nur einfach mitzumachen weil es evtl. “HIP” ist (siehe mein Statement vom 3. Tag). Die Jungs könnten auch in Ruanda, im Irak oder anderen Krisenherden dieser Welt radeln und trotzdem würde ich es mit meinen Mitteln unterstützen.

Lieben Gruß

Guido

Ko Ko Aung
23. Juni 2007 um 20:23 Uhr

Hallo Burmariders, interessante Aktion und alle, die spenden, tun mit Sicherheit etwas Gutes!
Viel Erfolg weiterhin.

Trotzdem bitte alles differenziert sehen:

- es gibt verschiedene Gruppen, die im Goldenen Dreieck unterschiedlichste Interessen haben, die teils gewaltsam aufeinanderprallen und unter denen die Zivilbevölkerung dann zu leiden hat. Als Fremder hat man keinen sicheren Einblick und sollte daher partout keine einseitige Stellung beziehen, die humanitäre Unterstützung hilft dabei natürlich auf jeden Fall und man kann nichts falsch machen.

- die meisten Einwohner Myanmars in Thailand sind Wirtschaftsflüchtlinge, die vor der bitteren Armut im Land flüchteten, nur die wenigsten interessieren sich für Politik, Eure Schwerpunktsetzung in dem Zusammenhang ist m.E. tendenziös.

- auch wenn ein anderer Eindruck medial spannender ist, eine Gefahrensituation ohne Grenzübertritt oder Provokation würde gegenüber westlichen Touristen nie vorkommen.

- Myanmar (politisch etwas korrekterer Name, da Burmanen i.e.S. eine Volksgruppe sind)leidet seit 16 Jahren unter einem Boykott westlicher Industrienationen mit teilweise katastrophalen Folgen, die herrschende Junta ist von der wirtschaftlichen Not natürlich nicht betroffen, man sollte sich mal die abstrakte Frage stellen, ob ein Aushungern eines Landes für ein politisches Ziel korrekt ist.
Bitte in dem Zusammenhang Ursache und Folgen beachten und auch die Frage, warum eine (andere) Diktatur wie China in Medien ganz anders darsteht.

Viel Erfolg!

Ko Ko Aung

Mario
23. Juni 2007 um 18:53 Uhr

Hallo Burmariders!

Sehr bewegende Bilder schickt ihr uns in unsere behütete Heimat. Wir stehen voll hinter Euch und werden täglich mehr!

Team Ludwigsburg Basketball

Miriam
23. Juni 2007 um 16:00 Uhr

Hallo zusammen.
Wow!Was fuer ein Fahrt, was fuer eine Wahnsinnsidee - also im guten Sinne. Besonders beeindruckt war ich vom burmesischen Armeecamp.
Ich werde von jetzt ab jeden Tag dabei sein und steige gleich auf mein virtuelles Fahrrad auf.
Viele Gruesse aus England
Miriam

Rose
23. Juni 2007 um 13:21 Uhr

Foto 9:

was machen sie denn da auf unserem Boden???!!

23. Juni 2007 um 12:31 Uhr

Hallo Burma Riders Team,
auch in Neukölln gibt es jetzt schon aktive BurmaRider Aktivisten, hier wird stündlich auf die burmariders.com Seite gegangen, ob es wieder News gibt. Es gibt fast nur noch ein Thema Eure Aktion. Es wissen jetzt schon einige Menschen wer Shan, Karenni, Karen sind. Wir haben angefangen die Musik- und Filmbusiness Welt zu informieren, heute findet das Kulturfestival 48Stunden Neukölln statt und Fête de la Musique. Habt Ihr ein Motive für uns, dann würde ich eine Postkarte drucken lassen, diese könnte man jedem gleich in die Hand drücken. Wenn jemand aus Berlin… das hier liest und Lust hat aktiv von hier aus zu werden, soll sich bei mir melden. Mail:gundakniggendorf@snafu.de.
Ganz viel Kraft, Freude und angenehmes Wetter für Euch!
Alles Liebe Gunda

Marc
23. Juni 2007 um 12:07 Uhr

Weiter so Jungs! TV Bittenfeld Handball ist am Start - weitere Teams haben sich für nächste Woche angekündigt.

Grüße, Marc

Helga
23. Juni 2007 um 11:56 Uhr

Herzliche Grüsse aus Hamburg!
Mit Begeisterung und Betroffenheit sehe ich mir jeden Tag die Berichte an.
Als ich im Februar in Burma war, blieben mir alle diese Aspekte verborgen.
Die Schönheit des Landes war so überwältigend.
Erst als ich wieder zurück war, habe ich alles an Informationen gesammelt, was ich in die Finger bekommen konnte.
Es ist notwendig, dass für die Freiheit der Menschen demonstriert wird.
Ich bewundere Euren Einsatz und erzähle es jedem weiter.
Viel Glück weiterhin!

Fischers aus Pattonville
23. Juni 2007 um 11:53 Uhr

Hallo Burmarieders
heute gehts naturnah zur Sache, toll, weitere neue Aspekte, tolle Bilder, wichtige Infos.
Wir sind weiter dabei und wünschen euch weiterhin viel Freude für die Begenungen mit Menschen und Situationen, welche mit Hioffnung auf Solidarität auf Unmögliches (Hesse)aktiv warten aber das Mögliche und Notwendige tun.
Liebe Grüsse aus Pattonville
Illinoisstraße 8

Vilja
23. Juni 2007 um 08:51 Uhr

Hallo Flo,

die Silberberger wünschen weiterhin viel Erfolg und gute Fahrt

herzlich Vilja und Anhang



Einen Kommentar schreiben



Fakten

Riders Live
Head
Rider Dorota Skrybus-Loy
Wir können was tun !!!

Hilfsprojekte