Burmariders - Fahrradtour für Menschenrechte



 
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bisherige Etappen
Tag 1 – Morgen geht’s los.
Tag 2 – Wir steigen auf.
Tag 3 – Unter dem Rad.
Tag 4 - Die Ebene von Thaton
Tag 5 – Früchte
Tag 6 – Auf der Suche nach den Menschenfressern
Tag 7 – Pass über die Daen Lao Berge
Tag 8 - Happy Hill
Tag 9 – Huai Nam Dang
Tag 10 – Lisu
Tag 11 - Lahu und Kayan
Tag 12 – Ruhetag
Tag 13 – Auf den Spuren der Geschichte
Tag 14 – Zurück in der Gegenwart
Tag 15 – "Internally Displaced Person"
Tag 16 – Salween Dam
Tag 17 – Helfen ohne Grenzen
Tag 18 – Mae Nam Moei
Tag 19 - Regen
Tag 20 – Das Konzept der Angst
Tag 21 – Die Stadt der Illegalen
Tag 22 – Die Stadt der Hoffnung
Tag 23 – Huai Nam Nag
Tag 24 – Gibbons
Tag 25 – Death Highway
Tag 26 – Umpiem
Tag 27 – Freedom Klinik
Tag 28 – Nu Po
Tag 29 – Das Ende der Welt, wie wir sie kennen.
Tag 28 – Nu Po

Hintergrundinformationen heute: Burma im Überblick, Vol. XVI – Burma Army

TEAM
Abfahrt

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08:10 Uhr:

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10:30 Uhr: Es ist unratsam durch mit Regenwasser geflutete Schlaglöcher zu fahren. Bisher bedeutet das 30 km Slalom im Regen.

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11:20 Uhr: Blauer Regenschutz ist hier Pflicht.

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12:15 Uhr: Nicht nur wir freuen uns über das vorläufige Ende des Regens

REPORT
Nu Po

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14:17 Uhr: Das Flüchtlingslager Nu Po breitet sich aus wie eine Explosion in Zeitlupe. Vor 1998 hätte man es von der Buckelpiste nach Ber Kler in der Einsamkeit kaum gesehen. Es lag kurz vor dem Ende der Welt. Heute hat es die Piste fast geschluckt und erstreckt sich bis nach Umphang im Osten. Im April 1998 herrschte hier die blanke Todesangst vor dem nächsten burmesischen Angriff, die sich auch auf das Thai-Karen Dorf gleichen Namens übertrug. Das Dorf Nu Po liegt nördlich der Piste und war damals noch einige Kilometer vom Lager entfernt. Wir lernten einen alten Karen Mahout kennen, der drei Elefanten besaß und uns in seine Hütte einlud. Es gehört zur ungeschriebenen, aber seit Jahrtausenden mündlich überlieferten sozialen Pflicht jedes Karen, auch völlig Fremde mit Gastfreundschaft zu überhäufen. Wir nahmen seine Einladung dankend an. Er wusste natürlich von dem Flüchtlingslager und bedauerte, dass seine Verwandten aus ihren Häusern nur wenige Kilometer von hier vertrieben worden waren. Schliesslich sprachen sie die gleiche Sprache und hatten die gleiche Kultur. Heute wollen wir ihn besuchen und herausfinden, ob und wie sich sein Leben durch die Flüchtlingswellen der letzten Jahre verändert hat. Wir haben Pech und treffen nur seinen Sohn an. Der ist sturzbetrunken. Aber nicht nur deshalb suchen wir schnell wieder das Weite: bei ihm sitzen drei gut gekleidete Burmesen, die uns finster mustern. Einer der Männer fragt in Englisch, was wir hier zu suchen haben. Sind auch wir jetzt von der grassierenden Seuche Misstrauen infiziert? Wir sind nur einfache Fahrradtouristen und wollen zur Abwechslung mal auf einem Elefanten reiten, lügen wir. Bei den Nachbarn unseres Mahouts, die wir um Asyl bitten, werden wir wieder wie gewohnt gastfreundlich aufgenommen. Aber nach einer halben Stunde ist die Grenzpolizei da und fordert uns mit Nachdruck auf, Nu Po zu verlassen. So nahe am Flüchtlingslager können sie für unsere Sicherheit nicht garantieren. Die Kamera einzuschalten kommt nicht in Frage. Die Atmosphäre in Nu Po ist von Misstrauen zerfressen. Wir suchen weiter nach einer Bleibe – in unmittelbarer Nachbarschaft des drittgrössten Flüchtlingslagers in Thailand, das von den gastfreundlichsten Menschen der Welt bewohnt wird.

REPORT
Am Ende

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15:20 Uhr: Burmarider Captain K´Chay ist als Untergrund Reporter im Camp unterwegs. Er fängt ein, was die Quintessenz des Lagerlebens ist. Vor 4 Jahren gab es im Lager Nu Po eine Cholera Epidemie, die viele Menschenleben forderte. Am Ende ist das für die Leute hier nur eine etwas schnellere Art, aus dem Leben zu scheiden.



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Kommentare
Charly Heisterborg
17. Juli 2007 um 17:59 Uhr

hallo beiden Flo’s
ich habe mit grossem Interesse eure Tour verfolgt und kann euch zu eurem Mut und Engagement nur beglückwünschen. Ihr habt sicherlich viele aufgerüttelt, aber erst einen viel zu kleinen Teil der Medien und Öffentlichkeit hinter euch. Mögen die Spenden bei denen ankommen, die wirklich Hilfe brauchen. Und davon scheint es ja mehr als genügend zu geben. ich werde eure Idee auch nach Ende eurer Tour weitertragen.
charly

Pebbles
16. Juli 2007 um 23:28 Uhr

Na Maxe, ich will natürlich auch, dass du gesund heim kommst und vielleicht auch mal einen Abstecher in den Westen der Republik machst, schließlich hast du ja familiäre Verpflichtungen!!!!!!!!!!! Super Doko!!! Ich wünsche allen, dass sich etwas ändert und ihr es schafft Aufmerksamkeit zu bekommen!!!! Pebbles

Martina M.
16. Juli 2007 um 18:22 Uhr

Hallo Flo & Co!

Morgen ist Eure Tour zu Ende und ich bin nachwievor schwerst beeindruckt, was ihr auf die Beine gestellt habt und wie viele Menschen Ihr erreicht und aufgerüttlet habt! Bei euren täglichen Reports und Bildern wurde einem erst klar, was wir haben und als selbstverständlich hinnehmen und mit wie wenig wir anderen Menschen helfen können.
Eigentlich gibt es keine Worte, für das was ihr uns gezeigt habt: es waren beindruckende, bewegende,rührende, schreckliche und kaum vorstellbare aber auch schöne Bilder und Einblicke (ich denke da an die kleinen süßen Affen) von einer Welt, die mir persönlich davor fremd war. Ich ward Gefahren ausgesetzt (einen Tag früher oder später angekommen hätte Euch vielleicht etwas passieren können) und musstet euch jeden Tag aufs Neue der Herausforderung stellen. Ihr/das Team habt das prima gemeistert und euch gebührt aller Respekt!
Ich hoffe, dass viele Menschen noch den Weg auf eure Webseite finden und weiterhin gespendet wird, auch nach dem Ende Eurer Tour…Danke!
Ich wünsch euch ein paar erholsame Tage und eine gute Heimreise - und Flo komm ja erst mal zurück bevor du dein FSJ bei den Gibbons machst…bis dahin passt weiter gut auf euch auf…
martina

Werner Hertler
16. Juli 2007 um 18:05 Uhr

Hallo Florian, wir sind voller Bewunderung und haben uns mitnehmen lassen auf eure Expediton zum Helfen. HOFFENTLICH ist eure Aktion ein nachhaltiger Baustein für eine menschlichere Welt. Euch wünschen wir, daß viele eurer Ziele erreicht werden im Interesse der Verminderung von Not und ein gutes, gesundes Ende dieser Aktion für euch. Wir asind gespannt was daraus weiter wächst. SCHALOM Erika und Werner

Helga
16. Juli 2007 um 17:36 Uhr

Hallo Burmariders,
es waren aufregende 28 Tage, die wir mit Euch erlebten.
Uns geht es hier in unserem Heimatland so gut und
ich habe in den letzten Wochen ganz viel Verantwortung gespürt.
Kann man nicht mehr tun? Die Spende ist die Hilfe für die Opfer - wie kann man es bewirken, dass es diese Opfer gar nicht erst gibt?
Ein Embargo der westlichen Welt - aber China und andere asiatische Staaten machen die Geschäfte mit Burma.
Eine hoffnungslose Situation, die mir durch Euren Einsatz tief in das Bewußtsein eingegraben wurde.
“Helfen ohne Grenzen” wird auch in Zukunft von mir unterstützt.
Ich möchte mich bei Euch und Eurem Team ganz herzlich für diese außergewöhnliche Reise bedanken.
Ganz liebe Grüsse
Helga

Ko Ko Aung
16. Juli 2007 um 15:20 Uhr

Hallo Burmariders,
Vielen Dank für Eure Reportagen, die aufrührend waren und auch motivierend!
Bitte versteht die frühere Kritik nicht falsch, am Anfang hatte ich einen gewissen tendenziösen Eindruck und auch die Hintergrundinformationen sind teilweise bis jetzt nicht korrekt und insgesamt äusserst subjektiv verfärbt.

Eure fantastischen Bild- Dokumentationen sprechen aber für sich und seit der Nähe zu Mae Sot gehört da schon viel Mut zu, die Situationen können da unberechenbar sein und ich bin froh, dass Ihr da jetzt erstmal eine zeitlang nicht seid, aktive Einmischung ist dort sehr gefährlich und mit Sicherheit haben sich Eure Aktivitäten da rumgesprochen und bestimmten Interessen gestört.

Respekt für Euren Mut! Und die ganze Darstellung ist super gelungen!

Grüße

Till
16. Juli 2007 um 11:30 Uhr

Hallo Flo,

tolle Aktion und respektable Leistung. Ich halte mich jeden Morgen auf dem neuesten Stand. Passt auf euch auf und kommt gesund zurück.

Viele Grüße und alles Gute
Till



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