Burmariders - Fahrradtour für Menschenrechte



 
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Helfen ohne Grenzen
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bisherige Etappen
Tag 1 – Morgen geht’s los.
Tag 2 – Wir steigen auf.
Tag 3 – Unter dem Rad.
Tag 4 - Die Ebene von Thaton
Tag 5 – Früchte
Tag 6 – Auf der Suche nach den Menschenfressern
Tag 7 – Pass über die Daen Lao Berge
Tag 8 - Happy Hill
Tag 9 – Huai Nam Dang
Tag 10 – Lisu
Tag 11 - Lahu und Kayan
Tag 12 – Ruhetag
Tag 13 – Auf den Spuren der Geschichte
Tag 14 – Zurück in der Gegenwart
Tag 15 – "Internally Displaced Person"
Tag 16 – Salween Dam
Tag 17 – Helfen ohne Grenzen
Tag 18 – Mae Nam Moei
Tag 19 - Regen
Tag 20 – Das Konzept der Angst
Tag 21 – Die Stadt der Illegalen
Tag 22 – Die Stadt der Hoffnung
Tag 23 – Huai Nam Nag
Tag 24 – Gibbons
Tag 25 – Death Highway
Tag 26 – Umpiem
Tag 27 – Freedom Klinik
Tag 28 – Nu Po
Tag 29 – Das Ende der Welt, wie wir sie kennen.
Tag 21 – Die Stadt der Illegalen

Der nächste Teil der Hintergrundinformationen zu Burma ist online: Burma im Überblick, Vol. IX: Die Währungsreform

HELM-CAM
Mae La von außen

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08:12 Uhr.

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08:30 Uhr

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12:50 Uhr

REPORT
Camp am Totenkopf Fluss

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13:17 Uhr: Auf dem Weg nach Mae Sot besuchen wir das, was von Huai Khalok noch übrig ist. Huai Khalok heisst wortwörtlich übersetzt “Fluss der Totenschädel”. Der Name ist Programm: hier dringen im März 1998 burmesische Soldaten auf thailändisches Territorium in das Flüchtlingslager gleichen Namens ein, brennen von den etwa 1900 Hütten 1600 nieder, erschiessen Frauen und Kinder. Gleichzeitig gibt es Angriffe auf Mae La und das Lager Huai Bok, das völlig zerstört wird. Komischerweise geht kein Aufschrei durch die Weltöffentlichkeit. Die burmesischen Militärs nennen die generalstabsmässig ausgeführten Operationen “Auseinandersetzungen rivalisierender Banden”. Den Thais ist mehr als peinlich, dass ihr Nachrichtendienst nichts von den Attacken geahnt hat und die thailändischen Grenztruppen die Angriffe nicht verhindern konnten. Augenzeugen behaupten sogar, dass die Soldaten damals in die andere Richtung gesehen hätten. Das war und ist nicht die Politik der Thais und deshalb halten sie die Angriffe so gut es geht unter dem Radar. Der März 1998 markiert deshalb auch den Wendepunkt in ihrer Flüchtlingspolitik, so ein Desaster darf es nicht noch einmal geben. Die vielen kleinen Camps werden, sofern sie nicht zerstört wurden, zu grossen zusammengefasst, eingezäunt und vom Militär bewacht. Huai Khalok, das Camp am Totenkopf Fluss, wird verlassen. Was davon noch übrig ist, wird heute von Flüchtlingen anderer Art bewohnt: illegalen Migranten.

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13:30 Uhr

REPORT
Mae Sot

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13:58 Uhr: Mae Sot ist die Hauptstadt der illegalen Aktivitäten: Umschlagplatz für über den Grenzfluss Moei geschmuggelte Rubine und Jade aus den grossen Minen im Kachin Staat, Armeeuniformen aus Kambodscha, ausgemusterte Waffen vom Weltmarkt, Metamphetamine aus den Wa Gebieten im Shan Staat, illegales Teak für den thailändischen Markt, Angelpunkt für den Handel mit bedrohten Tierarten, je seltener desto besser, die in China und Korea im Topf landen und in der westlichen Welt in den Käfigen kranker Tierfreunde. Tigerpenis und Bärengalle sind in der traditionellen chinesischen Medizin unverzichtbare Ingredienzen und erzielen Höchstpreise. Mae Sot ist Tür und Tor für Flüchtlinge aus Burma, die nicht in Lagern eingepfercht vom UNHCR abhängig sein wollen: illegale Migranten. In Thailand halten sich unterschiedlichen Schätzungen zufolge zwischen 500.000 und 2 Millionen dieser “Gastarbeiter” auf. Und Mae Sot ist die Hauptstadt der Hilfsorganisationen. Hier arbeiten die drei Ladies im Büro von Helfen ohne Grenzen: so ziemlich das einzige Legale in unserem Gesichtsfeld.

REPORT
Die drei Ladies vom Büro, Vol. I

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15:04 Uhr: Burmarider Chaung Khu organisiert gerade ein Don Tanzgruppe. Der klassische Tanz der Pwo Karen transportiert, wie auch die Poesie des Hta der S´gaw Karen, die Geschichte ihrer ewigen Migration. Darüber hinaus formuliert und überliefert die Botschaft der Gesänge im Don Tanz die ungeschriebenen gesellschaftlichen Regeln und Gesetze der Karen Nation. Wenn wir eines Tages nach Burma reisen können, ohne dadurch das Militär zu finanzieren und die kleinen Karen Dörfer in den Bergen besuchen dürfen, werden wir erleben, dass diese traditionellen Ideale bis heute in den Herzen der Karen präsent sind und schlussendlich werden wir es Burmarider Chaung Khu zu verdanken haben, die diese Traditionen an die entwurzelten Kinder ihres Volkes weitergibt.

REPORT
Auf der Kippe

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16:30Uhr: “Gastarbeiter” in Thailand. Ungern gesehen und trotzdem für den wirtschaftlichen Aufschwung des Landes unerlässlich. Ihre Löhne tendieren gegen Null, sie haben keinerlei Rechte, keine Gewerkschaft, keine Lobby. Ihre Arbeitgeber können mit ihnen machen, was sie wollen. Es ist Gang und Gäbe, dass widerspenstige Arbeiter einfach getötet und im nächsten Fluss verklappt werden. Da sie keine Papiere besitzen, müssen sie von ihrem schmalen Einkommen auch noch die lokalen Autoritäten schmieren Die Arbeiter auf der Müllkippe haben es besser. Sie sind keinem Chef verpflichtet und haben die Möglichkeit, schnell wegzurennen, wenn die Einwohnerbehörde vor ihrer “Tür” steht. Trotzdem spielt sich das Leben hier buchstäblich auf der Kippe ab.



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Kommentare
SA OR LIN DO
14. Oktober 2007 um 14:20 Uhr

i AM KAYIN

14. Juli 2007 um 13:42 Uhr

Hi Burmariders!
Wir sind beeindruckt und verfolgen Eure Tour. Meine Frau (Jean, ursprünglich aus Thailand) und ich (aus Deutschland) werden nächstes Wochenende heiraten und hatten vor, alle Donations von der kirchlichen Kollekte Eurem guten Zweck zuzuführen. Ich hoffe es ist bis dahin noch nicht zu spät, obwohl ihr dann ja die Tour schon geschafft habt?!
Viele Grüße
Thomas

Marcus
10. Juli 2007 um 13:19 Uhr

Moin Burma Riders,
hab mir grad den Bericht von der Muellkippe in Mae Sot angeschaut. Ich kenne die und treffender als ihr es getan hat kann man den Gestank dort nicht beschreiben. Man muss eben einfach kotzen u. kann nicht begreifen, was Menschen geschehen muss, damit sie dort leben. Und dann kommt auf die Frage: “Was ist euch passiert?” - die Antwort der Frau:”Uns ist passiert das wir nichts haben”. Einer von den Sätzen die man nicht vergessen kann.
Danke für die geile Aktion. Das ih autrentisch seid wenn ihr berichtet, macht euch sehr gut.
Gruss aus Bremen

Stupp Andreas
9. Juli 2007 um 22:25 Uhr

Hallo Burmariders,
aus verschiedenen Berichten von meiner Tochter und Schwiegersohn die z.Zt. in Mae Sot leben, ist Euer Einsatz mehr als nur rad - fahren. Ich wünsche Euch viel Erfolg, Glück,Freude und vor allem Gesundheit
auf dem weiteren Weg.
P.S. es ist möglich, dass Ihr Deborah und Chris in Mae Sot trefft, Organisation Partners, dann viele Grüsse an sie.
Andreas

Gunda
9. Juli 2007 um 17:04 Uhr

Ihr Lieben!!
Max, deine täglichen Text sind spitze. Dein Wissen über die Lage an der burmesischen Grenze, Burma und die Karen ist unglaublich.
Bitte verzeihe mir, dass ich in den letzten Jahren des Öfteren gestöhnt habe, wenn du mit den Karen aufgestanden und den Tag beendet hast!
Danke schön Anavaj, dass du mitfährst und mit deiner diplomatischen Art alle Türen öffnest. Seit 15 Jahren habt ihr beide, Max und du euch zusammen für die Karen eingesetzt. Danke schön für eure Vorarbeit, damit diese Aktion laufen kann. Allein die Zeit und Anstrengung für die Planung der Route, die ihr hier zusammengestellt habt, die jetzt abgefahren wird. Und ganz wichtig nicht zu vergessen: Danke schön an Saeng von Swan und K`Chay (wir werden uns hoffeldlich bald mal treffen) und alle die im Hintergrund mitarbeiten - ihr alle seid super!
Küsse, Umarmung und ganz viel Kraft für das was kommt…
Gunda

Christine
9. Juli 2007 um 14:57 Uhr

Hallo Burmariders,

endlich ist die 20.000 Euro-Marke geknackt worden, aber wir müssen weiterhin fleißig Werbung machen für diese Seite, die Beiträge und das Team, um noch viele weitere Menschen auf die Situation in Burma aufmerksam zu machen.

An die Flos und das Team: wir begleiten Euch jede freie Minuten und freuen uns über jeden neuen Beitrag!

Viele liebe Grüße
Christine

mama bert
9. Juli 2007 um 14:57 Uhr

Hallo Ihr Burmariders,

ich freue mich so sehr mit euch über die erreichten 20.000 €.

Hoffentlich werden noch mehr Menschen auf eure Aktion aufmerksam.

Herzliche Grüße
eure
mama bert

flo
9. Juli 2007 um 14:24 Uhr

Hallo Burmariders!

Ihr seid spitze. Haben wir doch in gemeinsamer Anstrengung gerade die 20 000 Euro Hürde genommen. Wir hier vor Ort sind alle total aus dem Häuschen. Herzliche Grüsse an Burmarider Jan Gülke, der uns alle über diese magische Hürde geschoben hat.

Viele Grüsse von den Burmariders an die Burmariders.

9. Juli 2007 um 12:55 Uhr

Hallo Burmariders,

Eure Berichte und Filme sind mehr als beeindruckend. War selbst schon in Burma und habe das Elend gesehen. Es wird Zeit, dass die Welt davon erfährt. Hut ab vor Eurer Aktion!!! Grüße Klaus

9. Juli 2007 um 11:37 Uhr

Hi Burmariders,
dank S-Bahn und lange Wartezeiten……..konnte ich die Info-Tafel im Untergrund lesen…..ihr seht auch hier werden endlich die Trommel(noch verhalten)
geschlagen.
So kam ich auf eure Website.
Ihr seid Spitze und ich wünsche euch daß ihr euer Ziel gesund ereicht,was in Asien ja nicht immer so einfach ist.
Burma war eigentlich dieses Jahr mein Favorit,was mich davon abgehalten hat ist das Militärregime in dieser Form (in Asien ja nun keine Seltenheit)
Ich werde euch weiterhin aufmerksam begleiten.

Super und danke
Christiane

9. Juli 2007 um 08:10 Uhr

Hi Burmariders,
Eure Beiträge sind schon sehr beeindruckend. Danke, dass Ihr uns einen Einblick in diese Welt dort drüben gebt. Schlimm, dass es sowas gibt, noch schlimmer, dass niemand was darüber weiß.
Keep on tracking, burma riders!
Ihr macht Eure Sache so richtig gut!
Karl



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