Burmariders - Fahrradtour für Menschenrechte



 
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bisherige Etappen
Tag 1 – Morgen geht’s los.
Tag 2 – Wir steigen auf.
Tag 3 – Unter dem Rad.
Tag 4 - Die Ebene von Thaton
Tag 5 – Früchte
Tag 6 – Auf der Suche nach den Menschenfressern
Tag 7 – Pass über die Daen Lao Berge
Tag 8 - Happy Hill
Tag 9 – Huai Nam Dang
Tag 10 – Lisu
Tag 11 - Lahu und Kayan
Tag 12 – Ruhetag
Tag 13 – Auf den Spuren der Geschichte
Tag 14 – Zurück in der Gegenwart
Tag 15 – "Internally Displaced Person"
Tag 16 – Salween Dam
Tag 17 – Helfen ohne Grenzen
Tag 18 – Mae Nam Moei
Tag 19 - Regen
Tag 20 – Das Konzept der Angst
Tag 21 – Die Stadt der Illegalen
Tag 22 – Die Stadt der Hoffnung
Tag 23 – Huai Nam Nag
Tag 24 – Gibbons
Tag 25 – Death Highway
Tag 26 – Umpiem
Tag 27 – Freedom Klinik
Tag 28 – Nu Po
Tag 29 – Das Ende der Welt, wie wir sie kennen.
Tag 20 – Das Konzept der Angst

Die Hintergrundinformationen zum heutigen Tag gibt es hier: Burma im Überblick, Vol. VIII – Vier Schnitte

REPORT
Hüttenkoller

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08:33 Uhr: Mae Lah existiert seit 1975. Die Generation von Burmarider K´Chay ist hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen, hat Fussball gespielt, Bonbons auf dem Markt im Lager gekauft und rein garnichts von der Welt jenseits des Stacheldrahts gesehen. Viele sagen, dass sie diese Existenz als “dunkel” empfinden. Sie haben Angst, bis an ihr Lebensende in diesem Zustand der Finsternis verharren zu müssen. Mit viel Fleiss, Motivation und etwas Glück bekommt der eine oder andere temporäre Arbeitspapiere für einen Job bei einer der Flüchtlingsorganisationen. Die grosse Mehrheit aber hat nichts anderes zu tun, als zu leben. Die Karen sagen, ein Knast in Thailand ist besser, als ein Dorf in Burma. Aber Zufriedenheit kommt auch hier eher nicht auf. Die Lagerleitung hat mit Alkoholismus, Drogenkonsum und Gewalt zu kämpfen. Wie in jeder grossen Stadt gibt es Gangs, Kriminalität und Ausschreitungen gegen die Obrigkeit. Ähnlich wie in einem Gefängnis werden Neuankömmlinge ins eiskalte Wasser der Verrohung gestossen: sie sehen sich als naive Reisbauern aus winzigen Dörfern in den Bergen einer unüberschaubaren Masse von urbanisierten Langzeitflüchtlingen gegenüber und sind zutiefst verunsichert. Darüber hinaus ist selbst in den Flüchtlingslagern die Angst vor der burmesischen Armee immer noch allgegenwärtig: es ist keine zwei Monate her, dass auf der Strasse vorm Lager Panzerfahrzeuge der thailändischen Armee patrouillerten, weil ein Angriff auf das Camp in der Luft lag.

REPORT
Todesangst

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10:57 Uhr: Das Konzept der Verbreitung von Todesangst und damit Ursache für die Flüchtlingswellen geht auf die “Four Cuts” Offensiven General Ne Win´s gegen die ethnische Opposition in den frühen 60er Jahren zurück. Seitdem hat das burmesische Militär dieses Konzept systematisch ausgefeilt und heute ist es unübertroffen effektiv. Mehr über diese “Vier Schnitte” Ne Win´s findet ihr im Vol. VIII von “Burma im Überblick”.

REPORT
Dunkelheit

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13:14 Uhr.

REPORT
Wie soll es weiter gehen?

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15:30 Uhr: Die Schicksale der Karen, die ihr Dorf verlassen, um sich im Wald zu verstecken oder nach Thailand zu fliehen, unterscheiden sich nur in Details. Die Palette der Einschüchterung durch Vergewaltigung, Folter, Hinrichtung, Erpressung, Zwangsumsiedlung, Zwangsarbeit, Zerstörung der Dörfer und wahlloses Töten trifft jede der Familien, die wir bis jetzt getroffen haben. Die Leute sind einiges an Härte gewohnt und lieben Haus, Hof und Heimat genau wie wir in Deutschland. So unglaublich es klingt: sie würden nicht wegen nur einer oder zwei dieser Repressalien flüchten. Es ist die ununterbrochene Kombination all dieser Menschenrechtsverletzungen, die sie in die Verzweiflung und am Ende in die Flucht treibt. Wenn sie in den Lagern stranden, stehen sie vor dem Nichts.

REPORT
Die Karen Nationalhymne

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20:25 Uhr: Wir verbeugen uns vor den Schülern und Studenten des Lagerchor, die das Konzept der Angst mit Musik besiegen! Selbst der Lagerhund singt mit.



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Kommentare
Gustel Caris-Schmelzer
9. Juli 2007 um 07:07 Uhr

Damit möglichst viele Menschen diese tolle Aktion miterleben bitte ich alle den Link von den Burmaridern jeweils an alle seine Adressbucheinträge zu verschicken.
Medien wie TV, Zeitungen usw. sollten ebenfalls angemailt werden. Jeder kann etwas dazu beitragen….Überlegen und Handeln!!!!!!!
Was ist das schon im Vergleich mit der Leistung von unseren 2 Radlern… also auf an alle!!!!!!!!
Wollen wir doch die Weltpolitik ein kleines bischen aufrütteln!!!!!!
Gruße von Lothar Schmelzer
und Gustel Caris-schmelzer

Uwe Breitling
8. Juli 2007 um 20:22 Uhr

Hallo Burmariders
Jeden Tag verfolgen wir Eure Tour.
Was ich nur schwer verstehen kann, ist das die Flüchtlinge noch lächeln trotz dem Elend!?
Herb van der Lugt wuchs auf einer Farm in Amerika auf.
Als es einmal ans Pflügen ging,gab Ihm sein Vater den
ebenso einfachen wie hilfreichen Rat:”Du kannst keine gerade Furche ziehen,wenn du nach hinten blickst.”
So wünschen wir Dir Flo,Hämmer und dem gesammten Team
trotz Regen und technischen Problemen,dass Ihr jeden
Tag Euer gestecktes Ziel gesund erreicht.
Weiterhin viel Kraft und Gottes Segen Fam. Breitling

papabert
8. Juli 2007 um 15:11 Uhr

Hallo burmariders
seit 20 Tagen nun radfahren und berichten über unvorstellbares Leid von Menschen, eine groartige Leistung. DAnke. Wir sind sehr betroffen und wütend über die öffenltiche Ignoranz der Weltpolitik über einen Generationen andauernden Skandal, welcher politisch gemacht ist.
Danke, das ihr mit eurem Projekt dem Menschen eine Stimme gebt, die Not sichtbar macht und Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit setzt.
Einfach toll, dass jeden Tag weitere Menschen sich informieren, als Riders mitfahren und mit ihrer Spende Zeichen der Menschlichkeit gegen das Unrecht setzen.
Allen Mitgliedern eures Teams vor Ort viel Kraft und Ausdauer. Wir sind in Gedanken und Gefühlen mit euch unterwegs, tragen euer Anliegen mit.
Am erholsamen Sonntag auf der Terasse mit einer Tasse Kaffee grüssen wir aus Süddeutschland.
euer Papabert und Freunde.



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