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Tag 1 – Morgen geht’s los.Tag 2 – Wir steigen auf. Tag 3 – Unter dem Rad. Tag 4 - Die Ebene von Thaton Tag 5 – Früchte Tag 6 – Auf der Suche nach den Menschenfressern Tag 7 – Pass über die Daen Lao Berge Tag 8 - Happy Hill Tag 9 – Huai Nam Dang Tag 10 – Lisu Tag 11 - Lahu und Kayan Tag 12 – Ruhetag Tag 13 – Auf den Spuren der Geschichte Tag 14 – Zurück in der Gegenwart Tag 15 – "Internally Displaced Person" Tag 16 – Salween Dam Tag 17 – Helfen ohne Grenzen Tag 18 – Mae Nam Moei Tag 19 - Regen Tag 20 – Das Konzept der Angst Tag 21 – Die Stadt der Illegalen Tag 22 – Die Stadt der Hoffnung Tag 23 – Huai Nam Nag Tag 24 – Gibbons Tag 25 – Death Highway Tag 26 – Umpiem Tag 27 – Freedom Klinik Tag 28 – Nu Po Tag 29 – Das Ende der Welt, wie wir sie kennen.
Tag 15 – “Internally Displaced Person”
Hintergrund – Burma im Überblick, Vol. IV. Die Karen im Strudel der Unabhängigkeit
TEAM
Flussaufwärts
08:30 Uhr: Technokraten haben die Angewohnheit, schwer verdauliche Tatbestände durch neutrale Fachbegriffe zu entschärfen. “Etnische Säuberung” zum Beispiel. In diese Kategorie von Unworten gehört auch “Internally Displaced Person” und seine Abkürzung “IDP”. Versieht man die Vertriebenen im eigenen Land, die auf der Flucht vor den “ethnischen Säuberungen” durch die eigene Regierung in Dschungelverstecken an Malaria und Amöbenruhr sterben mit dem Kürzel “IDP”, lassen sich die menschlichen Schicksale relativ emotionsfrei bearbeiten und danach bequem abheften. Wir haben deshalb das Gefühl, noch etwas weiter graben zu müssen, um den Stempel “IDP” für die am Flussufer des Salween verschütteten Schicksale mit der angemessenen Bedeutung zu versehen.
TEAM
Landung
10:22 Uhr: Auf der Suche nach weiteren Karen Flüchtlingen am Flussufer stromaufwärts kommen wir nicht umhin sensible Abschnitte des umkämpften, “braunen” Gebiets zu befahren. An einem von der Karen National Liberation Army kontrollierten Checkpoint in “schwarzem” Gebiet bekommen wir eine Eskorte. Die Flüchtlinge sammeln sich auschliesslich in Gebieten, die von der KNLA patrouilliert werden, deshalb wissen die Karen Widerstandskämfer immer, wo die neuste Welle von Vertriebenen gestrandet ist. Wir bewegen uns völkerrechtlich in einer Grauzone der Legalität. Die thailändischen Grenzsoldaten wissen, was wir vorhaben und dulden unsere Einreise ins Land der Karen am burmesischen Flussufer stirnrunzelnd aber stillschweigend.
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14:01 Uhr
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15:08 Uhr
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15:49 Uhr: Die Karen können in kürzester Zeit ein Haus bauen. Das gehört auf ihrer permanenten Flucht zum Alltag. Die Gelassenheit, mit der die Vertriebenen dem Desaster ins Auge sehen, lässt sich nur dadurch erklären, dass jeder jedem hilft. Jeden Tag kommen neue Familien, das ist hier die Normalität. Nicht für uns, allerdings. Wir lassen die Kamera jetzt die ganze Zeit mitlaufen, denn wir befürchten, dass selbst 10 Kameras nicht ausreichen, die emotionale Verwüstung hier zu dokumentieren. Unsere aufreibende aber bewährte Routine von Fotografieren - Filmen - Schneiden – Texte - Satellit bricht angesichts unserer limitierten Kapazitäten zusammen. Der Verlust unseres Nervenkostüms reduziert unseren gut sortierten Fragenkatalog auf ein hilfloses “Warum?”
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15:58 Uhr: Jeder hilft mit.
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16:20 Uhr
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17:07 Uhr: Upload der Bilder vom Ort des Geschehens
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Kommentare
Mario
8. Juli 2007 um 23:30 Uhr
Man bekommt Gänsehaut und Tränen in die Augen, wenn man diese Bilder sieht. Höchsten Respekt für Euren Einsatz. Wir sind bei Euch! team
4. Juli 2007 um 11:33 Uhr
Vielen Dank, Werner. Hoffentlich greifen noch mehr Burmarider die Idee auf, den Link auf ihre eigenen Webseiten zu stellen, um damit das Projekt weiter in alle Welt zu tragen und mehr Menschen aufzurütteln, die bereit sind, zu helfen. 4. Juli 2007 um 11:13 Uhr
Hallo Burmarider, Oli
3. Juli 2007 um 23:04 Uhr
Hallo Ihr Zwei, Oli Helmi + Walter
3. Juli 2007 um 21:55 Uhr
Ihr seit so toll! Seit Beginn Eurer Tour sind wir jeden Tag mit Euch on-line und haben den gößten Respekt, wie Ihr als Team trotz aller Strapazen Euer Vorhaben meistert. Julia
3. Juli 2007 um 21:20 Uhr
hallo ihr lieben, passt auf euch auf! Martina M.
3. Juli 2007 um 21:01 Uhr
…unglaublich und nicht vorstellbar (Dank euch aber doch), dass es in der heutigen Zeit/in der heutigen Welt solche Kluften gibt? Was sind schon 20 oder 30 Euro für uns, für die Menschen/Flüchtlinge ermöglicht das Geld ein menschenwürdiges Dasein..daher spendet (weiter)!!! Miri
3. Juli 2007 um 20:44 Uhr
Hallo Flo, Ko Ko Aung
3. Juli 2007 um 20:10 Uhr
Euer Bericht ist wirklich erschütternd! Danke dafür und für den Mut, denn es gibt dort sehr gefährliche Situationen und verschiedenste dunkle Interessen, eine Kamera macht die Sache da nicht leichter. Viel Erfolg weiterhin! Die IDP- Problematik ist zwar seit Jahren bekannt, aber immer noch das aller- aller- dringlichste Problem, die Menschen dort sind wirklich absolut hilflos. Einen kleinen Beitrag erlaube ich mir noch dazu: die großen Camps (dort lebt der Großteil der Flüchtlinge) auf thailändischer Seite sind meist abgeschlossene Gebiete (in denen es auch ziemlich elendig ist, aber sehr viele NGO´s aktiv sind), es ist für Dokumentationen objektiv ziemlich gefährlich, zumal die Thais angesichts der elenden Verhältnisse auch nicht das Gesicht verlieren wollen; Ausländer sind dort nicht gerne gesehen, Die Flüchtlinge in Thailand müssen ständig mit der Gefahr einer Abschiebung rechnen, je nach politischer Lage in Thailand und nach finanziellen Zuwendungen. Wobei auf sie in Myanmar/Burma in der Regel keine Gefahren warten, aber wo sie keine wirtschaftliche Zukunft finden. Das grosse Interesse der Flüchtlinge ist Ausreise in ein westliches Land, Erlangung des Status als “Refugee”, Hilfe durch die UNHCR oder die Aufnahmebereitschaft eines Drittlandes. Die IDP´s will keiner. Es gab Situationen, in denen Gruppen von Flüchtlingen IM Salween waren und von beiden Seiten mit Gewalt an einer Landung abgehalten wurden. Sie haben keine Erfahrung, keine Kontakte, keine fremden Sprachkenntnisse und auch kein Geld. Ganz, ganz traurig. papabert
3. Juli 2007 um 19:31 Uhr
Liebes Burmarider Team Benno
3. Juli 2007 um 16:36 Uhr
Es weint mein Herz. Bitte helft uns! In der “Schule der 1.000 Kinder” im Eh Htu Hta Camp kostet es uns nur 18 Euro, ein Kind ein Jahr lang den Schuklch zu ermöglichen. Alles inklusive! Wir können das auch in dem neuen Lager machen. Und ein 50 Kg Sack Reis, genug um eine Familie einen Monat lang zu ernähren, kostet 11 Euro. Danke und ein Strahl Sonne, Benno Röggla von helfen ohne Grenzen Südtirol mama bert
3. Juli 2007 um 15:57 Uhr
Lieber Flori, eure heutige Etappe verfolge ich angespannt - mit sehr hohem Respekt. Liebe Grüße 3. Juli 2007 um 15:46 Uhr
das stimmt, es ist beschämend, dass die regierungen mit sicherheit gibt es gute gründe, warum dieses deswegen bin ich auch froh, dass sich das medium und natürlich durch diese seite hier. ihr zwei flo´s: Miri
3. Juli 2007 um 11:58 Uhr
Mensch Jungs, passt bloss auf Euch auf ! Das bringt uns alles nichts, wenn Euch was passieren sollte … 3. Juli 2007 um 11:42 Uhr
Ich bin erschüttert, dass das systematische Unrecht, das diesen Flüchtlingen von den Regierenden dieses Landes widerfährt, die Mächtigen, die Regierungen dieser unserer Welt nicht zu interessieren scheint. Das ist beschämend. Dank für eure großartige Kampagne, die mit diesem hautnahen Report hilft, Menschen aufzurütteln, ein Stück Verantwortung gegen Gleichgültigkeit zu setzen. Lea
3. Juli 2007 um 09:36 Uhr
We feel you and are still with you every minute! Einen Kommentar schreiben
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